Wochenmärkte bringen Kaufkraft in die Innenstädte
Zahlreiche Studien belegen: Der Einkauf von Gütern des kurzfristigen Bedarfs stellt einen wesentlichen Grund dar, dass die Stadtzentren permanent frequentiert werden. Jedoch wie die Erfahrungen gezeigt haben, ist die Erweiterung des innerstädtischen Branchenmix mit großflächigen Ankerbetrieben, die genau dieses frequenzfördernde Angebot abdecken, oft sehr schwer oder gar nicht mehr möglich. Daher müssen die besten Alternativen zur Befriedigung dieses wichtigen Kundenbedürfnisses realisiert werden. Und die Errichtung eines attraktiven Wochenmarktes mit einem breiten Frischeangebot ist eine perfekte Alternative.
Vorteile des Wochenmarktes
- Aufgrund des Wochenmarktes werden 45mal im Jahr und öfter zusätzliche Passantenfrequenzen in die Stadtzentren „gepumpt”. Passanten-Frequenzzählungen haben ergeben, dass einige Wochenmärkte eine Kundenfrequenz von 5.000 bis 7.000 Personen pro Markttag aufweisen.
- Die lokalen Wirtschaftstreibenden sehen und spüren die gesteigerten Passantenfrequenzen und sind somit für weitere Gemeinschaftsaktivitäten (neue Öffnungszeiten etc.) voll motiviert.
- Der Wochenmarkt steigert auch die Umsätze in den Geschäften, die sich im direkten Umfeld befinden. Repräsentative Kundenanalysen haben ergeben: Der Wochenmarkt-Käufer gibt bei einer Durchschnittsausgabe von EUR 15,-- pro Marktbesuch im Schnitt weitere EUR 30,-- in den umliegenden Geschäften aus.
- Der Wochenmarkt erhöht die Verweildauer der Kunden in den Stadtzentren. Und je höher die Verweildauer, desto höher die Durchschnittsausgaben am Standort.
- Keine Eventagentur der Welt kann mit dem relativ geringen Organisations- und Kostenaufwand eines Wochenmarktes 45 frequenzstarke Veranstaltungen pro Jahr durchführen. Zudem kommt noch, dass beim klassischen Event – sprich „Feiern” – fast niemand einkauft. Hingegen der Wochenmarkt versetzt die Kunden in Einkaufsstimmung und erzeugt wirtschaftliche Synergieeffekte.
- Der Wochenmarkt ist ein touristischer Anziehungspunkt. Neben dem klassischen Einkaufsbummel zählt der Besuch eines Wochenmarktes zu den beliebtesten Urlaubsaktivitäten.
Baugesetze für einen frequenzstarken Wochenmarkt
- Noch vor der eigentlichen Umsetzungsarbeit ist eine Kundenbefragung durchzuführen, um die wahren Kundenwünsche und -bedürfnisse hinsichtlich des Wochenmarktes (Angebot, Standort, Öffnungszeiten etc.) herauszufiltern. In der Folge sind die repräsentativen Umfrageergebnisse in die Detailplanung mit einzubeziehen. Es gilt das unumstößliche Baugesetz: Ein Wochenmarkt muss auf den jeweiligen Standort maßgeschneidert werden!
- Der Wochenmarkt muss immer im Herzen der Innenstadt abgehalten werden, sodass die gesteigerten Passantenfrequenzen auch positive Auswirkungen auf die innerstädtischen Betriebe haben.
- Mit Hilfe eines möglichst breiten Produkt-Mix muss sich der Wochenmarkt neben der traditionellen Käufergruppe „Senioren” an die Zielgruppe der 30- bis 50-Jährigen wenden.
- Der Wochenmarkt muss auf das „Erlebniszeitalter” übersetzt werden, denn heute ist Traditionspflege alleine zu wenig. Wochenmärkte sind kein monotones Kauf-Programm, sondern ein erlebnisreiches 6-K-Programm: Kultur, Kulinarik, Komfort, Kommunikation, Kreativität, und Kauf.
Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Wochenmarkt
- Es muss ein attraktives Erscheinungsbild mit einer einzigartigen „Wort-/ Bildmarke” realisiert werden.
- Zusätzlich ist ein einheitliches und ansprechendes Design der Stände von großer Bedeutung.
- Das Motto muss lauten: Das Kontrastprogramm zum „Geiz-ist-geil-Kauf” ist der emotionsgeladene und inszenierte „Erlebniseinkauf”.
- Der Wochenmarkt muss als beliebter „Treffpunkt” positioniert werden. Daher muss neben dem reinen Einkaufsangebot speziell das gastronomische Angebot mit regionalen Spezialitäten gut abgedeckt sein.
- Der Wochenmarkt muss mindestens 12 Stände aufweisen, um aus Kundensicht als kompetenter Markt mit Treffpunkt- und Erlebnischarakter wahrgenommen zu werden.
- Die Anordnung der Stände muss so sein, dass die Käufer-/Besucherfrequenzen gebündelt werden. Es gilt die wichtige Regel: Nur wo sich die Hinterteile reiben, dort wird Umsatz gemacht.
- Eine straffe Organisation mit klar definierten Verantwortlichkeiten und Budgets ist die Grundvoraussetzung für den langfristigen Erfolg des Wochenmarktes.
- Von Beginn an müssen gezielte Vermarktungsmaßnahmen (Leitsystem, Verkaufsförderungs- und Kundenbindungssysteme, Marktzeitung etc.) umgesetzt werden, sodass ehestmöglich die angestrebten Basisfrequenzen und Umsatzziele pro Marktstand erreicht werden.
- In Kombination mit dem Wochenmarkt müssen saisonale Schwerpunktaktionen wie Zusatzveranstaltungen, Spezialmärkte, Kinderaktivitäten durchgeführt werden, um das Produkt „Wochenmarkt” immer wieder aufzuwerten.
- Regelmäßige Schulung der Standbetreiber und laufende Erfolgskontrolle wie Kundenbefragungen, Frequenzzählungen etc. garantieren eine hohe Kundenzufriedenheit und lassen einen starken „Frequenz- und Kaufkraftbringer” für die gesamte Innenstadt entstehen.